Werkstoffe und Normen

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In der Stahlindustrie sind sämtliche Werkstoffe in standardisierte Klassen mit eindeutigen Bezeichnungen eingeteilt, um den Verwaltungsaufwand zu erleichtern. Damit muss jeder Werkstoff bestimmte chemische und physikalische Eigenschaften aufweisen. Die Werkstoffbezeichnungen folgen einer festgelegten Nomenklatur, um auf den ersten Blick zu erkennen, um welches Material es sich handelt. So steht das erste Zeichen einer Werkstoffbezeichnung für eine bestimmte Stahlsorte bzw. Anwendung. Beispielsweise steht das „S“ in S355 für Baustahl und nachfolgende Bezeichnung nach dem S „355“ gibt die Mindeststreckgrenze in N/mm² an, in diesem Fall 355 N/mm².

Wir verwenden nur sortenreinen Qualitätsstahl von europäischen Herstellern, um exakte chemische und mechanische Werte zu gewährleisten. Mindeststreckgrenze, Dehnung und Bruchdehnung eines Werkstoffs werden im Zugversuch entweder am Ausgangsmaterial (Band) oder auch am fertigen Rohr ermittelt (Werkszeugnis 2.1 bzw. 3.1).

Tatsächlich ist die Elastizität des Stahls eine industriell relevante Größe. Die sogenannte 0,2%-Dehngrenze gilt hierfür als der wesentliche Wert. Dabei bedeutet 0,2% die in einer Richtung einwirkende mechanische Spannung, bei welcher die Dehnung einer Probe nach Entlastung genau 0,2% beträgt. Dieser Wert kann eindeutig aus dem Nennspannungs-Totaldehnungs-Diagramm errechnet werden.

Darüber hinaus werden die verschiedenen Produkte (Hohlprofile) nach bestimmten Normen hergestellt. So definiert beispielsweise die EN 10219 Kaltgefertigte geschweißte Hohlprofile für den Stahlbau aus unlegierten Baustählen und aus Feinkornbaustählen (engl. Cold formed welded structural hollow sections of non-alloy and dine grain steels).

Runde, quadratische, rechteckige und ovale Rohre werden in der Stahlindustrie als Hohlprofile bezeichnet (engl. hollow sections). Das sind genau die Profile, die bei Wuppermann Polen gefertigt werden: Rundrohre, Quadratrohre, Rechteckrohre und ovale Rohre sowie Sondergeometrien auf Anfrage.

Wuppermann Werkstoffe und Normen Bandstahl
Unabhängig von den Oberflächeneigenschaften liefert Wuppermann Polen Stahlrohre aus folgenden Werkstoffen:

S235 - Baustahl mit einer Mindeststreckgrenze von 235 N/mm

S275 - Baustahl mit einer Mindeststreckgrenze von 275 N/mm

S355 - Baustahl mit einer Mindeststreckgrenze von 355 N/mm

S420 - Höherfester Stahl zum Kaltumformen, thermomechanisch gewalzt mit einer Mindeststreckgrenze von 420 N/mm

S460 - Höherfester Stahl zum Kaltumformen, thermomechanisch gewalzt mit einer Mindeststreckgrenze von 460 N/mm

Für verzinkten Stahl kommen folgende Werkstoffe zum Einsatz:

DX 51 D + Z

S 250 GD + Z

S 275 GD + Z

S 350 GD + Z

Wuppermann Verzinkter Stahl
Wuppermann Werkstoffe und Normen
Normen

EN 10219 Kaltgefertigte geschweißte Hohlprofile für den Stahlbau aus unlegierten Baustählen und aus Feinkornbaustählen

EN 10305 Präzisionsstahlrohre, geschweißte und maßumgeformte Rohre mit quadratischem und rechteckigem Querschnitt

Wuppermann Polen fertigt nach EN 10305-3 bzw. EN 10305-5

Wuppermann Polen fertigt ihre Qualitätsrohre nach den Normen, die der Kunde für seine Anwendung benötigt.